Frauenprojekt in Kilueka

Ausführliche und aktuelle Informationen zu diesem Projekt in der D.R. Kongo gibt es hier.

 

Kommentar von Irene Freimark-Zeuch:

Seit einigen Monaten unterstütze ich ein Frauenprojekt „Hilfe zur Selbsthilfe“ im Westen der Dem. Rep. Kongo, 150 km südlich von der Hauptstadt Kinshasa. Im August 2009 war ich vor Ort, konnte direkt mit den Menschen sprechen und habe alles mit eigenen Augen gesehen.

Durch mein jahrelanges ehrenamtliches Engagement u.a. auch für Afrika lernte ich Augustin Konda kennen. Er ist Biologe und arbeitet für ein kongolesisches Forschungsinstitut in Kinshasa. Ausserdem leitet er sein kleines privates Gesundheitszentrum in einem armen Vorort dieser riesigen Hauptstadt. Eines der grossen Probleme ist der häufige Stromausfall in Kinshasa. Mein Sohn Arthur hatte mir eine kleine Solaranlage gebastelt, die ich dann im Koffer mitgenommen habe. Über ein Solarpanel auf dem Dach wird nun eine Autobatterie aufgeladen. Diese gibt dann nachts Strom an die neu montierten LED’s (Lampen) ab. So haben sie genügend Licht z.B. für die nächtlichen Geburten.

Um in Kinshasa von A nach B zu kommen verliert man sehr viel Zeit. Die Strassen sind in sehr schlechtem Zustand und die vielen kleinen Busse total überfüllt. Leider steht dem Gesundheitszentrum kein fahrtüchtiges Auto zur Verfügung. Ein gebrauchter Geländewagen (ca. 7000 Euro vor Ort) wäre sehr hilfreich. Es ist fast unmöglich schwer kranke Patienten in ein grösseres Krankenhaus zu verlegen. Für die Fahrt ins Inland sucht man einen Platz auf einem total überladenen LKW. Damit ich nicht so gefährlich reisen musste, hatten wir das Glück, jemanden zu finden, der uns seinen Geländewagen mit Chauffeur auslieh.

 2008 begannen Herr Konda und ich ein Projekt in seinem Heimatdorf Kilueka und Umgebung, 150 km südlich von Kinshasa. 20 Frauen und 5 Männer aus 10 Dörfern gründeten einen Verein und sind nun auch Multiplikatoren. Für 450 Euro bekamen sie 3000 qm Land, das sie nun beackern. Maniok, Bananen und Ölpalmen wachsen schon, diverse Obstbäume fehlen noch. Zur Zeit bauen sie ein Haus, das zwar dem Verein gehört aber von der gesamten Bevölkerung genutzt werden kann. Hier finden demnächst Seminare zu Gesundheit, Ernährung, Hygiene, Umweltprobleme etc. statt. Unser Ziel ist „Hilfe zur Selbsthilfe“ ohne Abhängigkeit. Irgendwann möchten wir noch 2 Rinder für die Feldarbeit kaufen und ausbilden (ca. 2000 Euro). Auch ein kleines Solarprojekt wäre sinnvoll.

 Während meines Besuches in Kilueka fand auch eine Versammlung des Vereins statt. So lernten die Mitglieder und ich uns kennen. Wir hatten auch genügend Zeit zum Diskutieren. Herr Konda fährt regelmässig in die Dörfer. Er organisiert und begleitet die Projekte sehr zuverlässig. Ausserdem kennt er die Mentalität und die Sprache seines Heimatdorfes und Umgebung.

Hier in Deutschland durfte ich mich mit diesem Projekt dem Verein „Lernen-Helfen-Leben e.V.“ anschliessen (www.l-h-l.org ). Somit ist das Ganze offiziell und auch gemeinnützig. Der Verein LHL führt Projekte der Entwicklungszusammenarbeit / Hilfe zur Selbsthilfe sowie Gewinnung alternativer Energien durch. Unsere Projektpartner sind hauptsächlich in Nigeria, Kongo und Tschad. LHL organisiert auch Veranstaltungen zu diesen Themen hier in Deutschland (z.B. in Schulen).

 

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